Wenn das Leben dir Zitronen schenkt, mach Limonade daraus

Foto von Nicole Burtscher


Was uns innerlich zurückhält – und warum ein Blick nach innen vieles verändern kann

„Eigentlich weiß ich, was ich verändern möchte – aber irgendwie komme ich nicht weiter.“

Diesen Satz höre ich in meiner Beratung und im Coaching immer wieder. Die Anliegen, mit denen Menschen zu mir kommen, sind sehr persönlich und unterschiedlich. Es geht um Herausforderungen im Job, in der Beziehung oder Familie, um Freundschaften, persönliche Entwicklung, sportliche Ziele oder das Gefühl, im eigenen Leben festzustecken.

Hinter den sichtbaren Themen zeigen sich häufig emotionale Blockaden und alte Muster. Sie sind nicht „schlecht“. Viele davon sind entstanden, um uns vor Verletzung, Ablehnung oder Enttäuschung zu schützen. Doch was früher hilfreich war, kann uns heute daran hindern, Entscheidungen zu treffen, Nähe zuzulassen oder unseren eigenen Weg zu gehen.

Auch aus meiner eigenen Selbsterfahrung weiß ich: Der ehrliche Blick nach innen ist nicht immer angenehm. Aber er kann vieles in Bewegung bringen.


Der emotionale Schutz

Viele Menschen haben gelernt, stark zu sein und Verletzlichkeit möglichst nicht zu zeigen. Dieser unsichtbare Mantel schützt vor Schmerz. Gleichzeitig hält sie aber auch Nähe, Freude und echte Verbundenheit fern.

Das kann sich in allen Lebensbereichen zeigen: Wir lassen niemanden wirklich an uns heran, möchten alles allein schaffen oder haben das Gefühl, immer funktionieren zu müssen.

In der Beratung und im Coaching geht es nicht darum, diesen Schutz einfach abzulegen. Es geht darum, zu verstehen, warum er entstanden ist und was es heute braucht, damit wieder mehr Vertrauen möglich wird.


Harte Schale – weicher Kern

Viele Menschen wirken nach außen stark, selbstbewusst und souverän. Sie übernehmen Verantwortung, zeigen Leistung und vermitteln den Eindruck, alles im Griff zu haben. Innerlich fühlen sie sich jedoch oft unsicher, klein oder nicht gut genug.

Wenn der eigene Selbstwert nicht wirklich trägt, versuchen wir häufig, diese Unsicherheit durch Leistung, Kontrolle oder Anpassung auszugleichen. Wir erfüllen Erwartungen und zeigen nach außen ein Bild, das sich im Inneren ganz anders anfühlt.

Das kostet viel Kraft. Echter Selbstwert entsteht für mich dort, wo wir uns selbst besser kennenlernen, unsere Werte ernst nehmen und nicht mehr ständig beweisen müssen, dass wir gut genug sind.


Gut ist nicht gut genug

Perfektionismus sieht auf den ersten Blick nach Ehrgeiz aus. Dahinter steckt jedoch häufig die Angst, Fehler zu machen, nicht zu genügen oder von anderen bewertet zu werden.

Wir warten auf den richtigen Zeitpunkt, die perfekte Vorbereitung oder darauf, dass wir uns endlich bereit fühlen. Dadurch bleiben wir stehen, obwohl wir uns eigentlich Veränderung wünschen.

Entwicklung braucht keine Perfektion. Sie beginnt im Tun – mit kleinen Schritten, die in unseren wirklichen Alltag passen.


Angst vor Veränderungen

Selbst eine Situation, die uns nicht mehr guttut, kann sich sicher anfühlen, weil wir sie kennen. Das Neue bringt Unsicherheit mit. Deshalb bleiben wir manchmal in belastenden Situationen oder vertrauten Verhaltensmustern.

Mut bedeutet für mich nicht, keine Angst zu haben. Mut bedeutet, die Angst wahrzunehmen und trotzdem einen ersten Schritt zu wagen. In der Beratung und im Coaching schauen wir gemeinsam darauf, was Sicherheit gibt und welcher nächste Schritt wirklich machbar ist.


Festhalten an Vergangenem

Vergangene Erfahrungen prägen uns. Manchmal wirken alte Verletzungen, Enttäuschungen oder Konflikte noch lange in unser heutiges Leben hinein. Wir reagieren dann nicht nur auf das, was gerade geschieht, sondern auch auf das, was wir früher erlebt haben.

Loslassen bedeutet nicht, zu vergessen oder etwas gutzuheißen. Es bedeutet, dem Erlebten einen Platz zu geben, an dem es nicht mehr jede heutige Entscheidung bestimmt.

Wenn wir verstehen, woher unsere Reaktionen kommen, entsteht wieder mehr Freiheit für das, was jetzt möglich ist.


Stress und Überlastung

Viele Menschen sind es gewohnt, einfach weiterzumachen: im Beruf leisten, für andere da sein, Beziehungen pflegen, trainieren und möglichst alle Erwartungen erfüllen.

Irgendwann wird die innere Anspannung zum Dauerzustand. Wir schlafen schlecht, sind gereizt, können nicht mehr abschalten oder verlieren den Kontakt zu unseren eigenen Bedürfnissen.

In solchen Phasen braucht es nicht noch mehr Druck. Es braucht Entlastung, Orientierung und einen ehrlichen Blick darauf, was gerade zu viel ist.


Negative Glaubenssätze

„Ich bin nicht gut genug.“
„Ich muss stark sein.“
„Ich darf niemanden enttäuschen.“
„Ich kann das sowieso nicht.“

Solche inneren Sätze wirken häufig unbewusst. Sie beeinflussen unsere Beziehungen, unsere beruflichen Entscheidungen, unsere persönlichen und sportlichen Ziele und den Umgang mit uns selbst.

Diese Überzeugungen fühlen sich wie Wahrheiten an. Oft sind sie jedoch erlernte Muster. Sobald wir sie erkennen, können wir beginnen, sie zu hinterfragen und neue Sichtweisen zu entwickeln.


Veränderung beginnt mit einem ehrlichen Blick nach innen

Menschen kommen mit ganz unterschiedlichen Anliegen in die Beratung oder in ein Coaching. Manchmal gibt es einen konkreten Auslöser. Manchmal ist es nur das leise Gefühl, dass etwas im eigenen Leben nicht mehr stimmig ist.

Beratung, Coaching und Systemaufstellungen bedeuten für mich nicht, fertige Lösungen vorzugeben. Es geht darum, gemeinsam sichtbar zu machen, was im Hintergrund wirkt. In einem geschützten Raum darf ausgesprochen werden, was vielleicht schon lange beschäftigt. Muster können erkannt, neue Perspektiven entwickelt und die eigenen Ressourcen wieder zugänglich gemacht werden.

Wahre Veränderung beginnt nicht im Außen. Sie beginnt dort, wo wir bereit sind, uns selbst ehrlich zu begegnen und zu verstehen, warum wir reagieren, wie wir reagieren. Wir müssen nicht sofort unser ganzes Leben verändern. Oft beginnt etwas Neues mit einem kleinen Schritt in die eigene Richtung.

Und manchmal tut es gut, diesen Schritt nicht allein gehen zu müssen.

Ich freu mich, dich kennenzulernen. : )
Deine Nicole

Narzissmus – zwischen Unsicherheit und Selbstdarstellung

Foto von Elena Kloppenburg auf Unsplash


Die „Ich-Sucht“

Der Begriff Narzissmus wird heute schnell verwendet. Oft reicht schon ein selbstbewusstes oder dominantes Auftreten, und jemand wird als narzisstisch bezeichnet. Doch so einfach ist es nicht. Ein gesundes Maß an Selbstwert, Stolz und der Wunsch, gesehen zu werden, gehören ganz normal zum Menschsein dazu.

Schwierig wird es dort, wo sich alles nur noch um das eigene Bild nach außen dreht: bewundert werden wollen, keine Kritik aushalten können, andere abwerten und sich innerlich ständig überlegen oder bedroht fühlen. Hinter dieser oft großen Fassade steckt nicht selten eine tiefe Unsicherheit.


Narzissmus verstehen. Klarheit für Beziehungen und Selbstschutz

Für unseren Alltag ist vor allem eines wichtig: Nicht jedes starke Ego ist gleich Narzissmus. Und nicht jede selbstbezogene Person ist krank. Trotzdem tut es gut, genauer hinzusehen – besonders in Beziehungen, im Beruf oder in der Familie. Denn wenn ein Mensch immer wieder die Aufmerksamkeit an sich zieht, kaum Mitgefühl zeigt und andere klein macht, kann das im Miteinander sehr belastend werden.

Ein hilfreicher Gedanke dabei ist: Menschen mit stark narzisstischen Zügen wirken nach außen oft groß – fühlen sich innerlich aber schnell gekränkt, übersehen oder nicht genug. Das erklärt manches Verhalten, entschuldigt es aber nicht.

Für den Umgang damit heißt das: klar bleiben, Grenzen setzen, sich selbst ernst nehmen und nicht in jede emotionale Dynamik hineinziehen lassen. Verstehen hilft – aber Selbstschutz ist genauso wichtig.

Vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis: Wahre Stärke zeigt sich nicht in Größe, Macht oder Selbstdarstellung – sondern in echter Verbindung, Mitgefühl und einem gesunden Blick auf sich selbst und andere.


Symptome

Die narzisstische Persönlichkeitsstörung zeigt sich laut dem Diagnostischen und Statistischen Manual psychischer Krankheiten (DSM-5) so:
Für die Diagnose müssen mindestens fünf der neun Kriterien erfüllt sein. (Quelle: quarks.de)

 

1. Die Person hält sich für grandios wichtig.

2. Sie ist stark eingenommen von Fantasien, von Erfolg, Macht und Schönheit.

3. Sie glaubt einzigartig und besonders zu sein und nur von ebenso angesehenen und erfolgreichen Menschen verstanden zu werden.

4. Sie verlangt nach übermäßiger Bewunderung.

5. Sie hegt ständig Ansprüche auf eine Sonderbehandlung.

6. Andere nutzt die Betreffende für ihre eigenen Ziele aus.

7. Es fehlt an Empathie: Die Gefühle und Bedürfnisse der Mitmenschen werden nicht gesehen.

8. Die Person ist oft neidisch auf andere oder glaubt umgekehrt, andere neiden ihr ihren Erfolg.

9. Sie benimmt sich arrogant und überheblich.


Hilfreiche Tools im Umgang mit narzisstischen Verhaltensmustern

Wenn du mit Menschen zu tun hast, die dich klein machen, deine Grenzen übergehen oder alles auf sich beziehen, hilft nicht endloses Erklären – sondern vor allem innere Klarheit.

  • Realitätscheck statt Selbstzweifel
    Frage dich: Was ist tatsächlich passiert – und was wird mir gerade eingeredet?
    Das hilft dir, bei dir zu bleiben und dich nicht in Schuldgefühle oder Verwirrung ziehen zu lassen.

  • Klare Grenzen in kurzen Sätzen
    Zum Beispiel:
    „So möchte ich nicht mit mir sprechen lassen.“
    „Das ist für mich nicht in Ordnung.“
    „Ich beende das Gespräch an dieser Stelle.“

  • Nicht rechtfertigen, nicht kämpfen, nicht endlos erklären
    Du musst nicht jede Kritik widerlegen oder dich ständig beweisen. Manchmal ist weniger Reaktion der stärkere Weg.

  • Emotionale Distanz aufbauen
    Frage dich innerlich: „Gehört das wirklich zu mir – oder ist das gerade die Sicht des anderen?“
    So schützt du dich davor, alles persönlich zu nehmen.

  • Innere Selbstverankerung
    Sage dir bewusst:
    „Ich darf mich ernst nehmen.“
    „Meine Wahrnehmung zählt.“
    „Ich stehe für mich ein.“

  • Die 3-Atemzüge-Pause
    Bevor du (re)agierst: geh einen Schritt zurück und nimm drei bewusste Atemzüge.
    Diese kleine Pause, dieser bewusste Raum hilft dir, ruhiger und klarer für den nächsten Schritt zu bleiben.

  • Muster aufschreiben
    Wenn dich Gespräche immer wieder verwirren, notiere dir danach kurz, was passiert ist. Das schafft Klarheit und stärkt dein Vertrauen in die eigene Wahrnehmung.

  • Unterstützung annehmen
    Du musst solche Dynamiken nicht allein tragen. Es kann sehr entlastend sein, mit einer vertrauten Person oder einer professionellen Begleitung darüber zu sprechen.


Die wichtigste innere Haltung

Verstehen ist hilfreich. Doch Selbstschutz ist wichtiger.
Du darfst mitfühlend sein – und trotzdem „gesunde Grenzen“ setzen.


Hole dir Unterstützung

Wenn du merkst, dass eine Beziehung dir mehr Kraft nimmt als gibt, musst du da nicht alleine durch.
Im Coaching, in einer psychologischen Beratung oder in einer systemischen Aufstellung unterstütze ich dich dabei

  • Klarheit zu schaffen
    Belastende Dynamiken werden besser erkennbar und verständlicher.

  • Die eigene Wahrnehmung zu stärken
    Zweifel an sich selbst können sich lösen, und das Vertrauen in die eigene innere Stimme wächst.

  • Grenzen setzen lernen
    Es entsteht mehr Sicherheit im Umgang mit schwierigen Menschen und Situationen.

  • Den Selbstwert stabilisieren
    Coaching und Beratung unterstützen dabei, wieder mehr innere Stärke und Klarheit zu finden.

Melde dich gerne für ein Kennenlernen und einen Ersttermin.
Ich freu mich,
deine Nicole

Toxische Beziehungen

Foto von Raymond Petrik auf Unsplash


Wenn Nähe weh tut – toxische Beziehungen erkennen und lösen

Am Anfang fühlt es sich oft wie Liebe pur an: intensive Nähe, starke Gefühle, das Gefühl, endlich angekommen zu sein. Doch irgendwann kippt etwas. Streit eskaliert, kleine Dinge werden zu großen Dramen. Nähe und Rückzug wechseln sich ab. Du bist ständig angespannt – und trotzdem fällt es schwer, zu gehen.

In toxischen Beziehungen geht es nicht um einzelne Konflikte, sondern um wiederkehrende Muster: Abwertung, Schuldzuweisungen, emotionale Manipulation oder Kontrolle. Nach jeder Krise folgt wieder eine schöne Phase – und genau das hält viele fest. Hoffnung und Schmerz liegen nah beieinander.

Viele Betroffene merken körperlich, dass etwas nicht stimmt: Schlafprobleme, innere Unruhe, Zittern, Erschöpfung. Gleichzeitig schwindet das Selbstvertrauen und der Selbstwert. Man beginnt, an sich zu zweifeln, zieht sich zurück und verliert den Kontakt zu den eigenen Bedürfnissen.


Toxische Dynamiken im Alltag: Freundschaften und Arbeitsbeziehungen

Toxische Beziehungen zeigen sich nicht nur in Partnerschaften, sondern auch im Freundeskreis und im beruflichen Umfeld.
Manche Menschen fühlen sich nach Gesprächen ständig erschöpft, klein gemacht oder innerlich angespannt – egal ob nach einem Treffen mit Freund:innen oder nach einem Arbeitstag. Grenzen werden übergangen, Schuld wird verschoben oder Konflikte schwelen dauerhaft. Oft bleibt das Gefühl zurück, „nicht richtig“ oder „gut genug“ zu sein.
Dabei gilt auch hier: Beziehungen und Arbeitsbeziehungen dürfen unterstützen – nicht krank machen.


Wichtig zu wissen

Du bist nicht „zu sensibel“ – und du bist nicht schuld.
Nicht du bist falsch, sondern die Dynamik der Beziehung.

Der Ausstieg aus einer toxischen Beziehung ist selten ein schneller Schritt. Es ist ein Prozess – der Klarheit, innere Stabilität und Unterstützung braucht. Allein ist das oft kaum zu schaffen – und das ist kein Versagen, sondern menschlich.


Hole dir Unterstützung

Wenn du merkst, dass eine Beziehung dir mehr Kraft nimmt als gibt, musst du da nicht alleine durch.
Im Coaching, in einer psychologischen Beratung oder in einer systemischen Aufstellung unterstütze ich dich dabei

  • Klarheit über deine Situation zu gewinnen

  • dich wieder mit dir selbst zu verbinden

  • alte Bindungsmuster zu verstehen und zu lösen

  • und neue, gesunde Wege für dich zu finden.


Melde dich gerne für einen Ersttermin.
Ich freu mich,
deine Nicole

Reise zu mir


Richtig Urlaub machen – aber wie?

Urlaub soll eigentlich erholen – tut er aber oft nicht mehr. Viele hetzen auch in der freien Zeit weiter, statt wirklich runterzufahren.

„Erhol dich gut!“ klingt nett – ist aber fast schon ein Befehl geworden. Der Druck, im Urlaub perfekt zu entspannen, ist groß: ausschlafen, Energie tanken, posten, bitte erholt zurückkommen – sonst war’s kein „guter“ Urlaub.

Früher hieß Urlaub: Zeit vertrödeln, barfuß durchs Gras, den Himmel anschauen. Heute ist es oft ein Projekt mit Plan, Programm und Performance.


Was ich dazu sage

Die meisten Menschen wissen gar nicht mehr, wie sie wirklich zur Ruhe kommen. Wir funktionieren im Alltag im falschen Rhythmus – und nehmen diesen Stress mit in den Urlaub. Dabei ist gerade das Ausschlafen, Faulenzen, Genießen und „weniger müssen – mehr dürfen“ wichtig, um wieder in Balance zu kommen.

Ich vergleiche unseren Energiehaushalt gerne mit einem Tank. Warnzeichen wie Gereiztheit, Schlafprobleme oder ständige Erkältungen zeigen: Wir fahren auf Reserve und das kann auf Dauer nicht gut ausgehen. Doch, wo sind denn deine nächsten Tankstellen? Wo kannst du deinen Energiehaushalt wieder nachfüllen oder sogar mal volltanken? 

Wichtig ist dabei die Frage: Was tut mir persönlich gut? Welches Bedürfnis kommt meist zu kurz? Was brauche ich dafür oder was blockiert mich noch?


Besser ist

Den eigenen Bedürfnissen folgen. Wer im Job viel mit Menschen zu tun hat, braucht vielleicht Ruhe. Wer immer für andere sorgt, darf sich mal selbst verwöhnen. Und wer ständig alles im Griff haben will, könnte ein bisschen Abenteuer vertragen.


Fazit

Richtig Urlaub machen heißt vor allem: Ehrlich mit sich selbst sein – und wirklich loslassen. : )

Einen schönen Sommer euch. Genießt die Tage.
Wir sehen uns ab 18. August wieder.
Eure Nicole

Empty-Nest-Syndrom

Foto: Toronto, Kanada. März 2025


Die erwachsen gewordenen Kinder loslassen zu lernen, ist für Eltern ein schwerer Schritt. So schwer, dass die Wissenschaft den Folgen des Verlustgefühls sogar einen Namen gegeben hat: Empty-Nest-Syndrom.


Hello Toronto

Als meine 18jährige Tochter vor ein paar Wochen ihren Koffer packte und sich auf eine Sprachreise in die 6.800 Kilometer entfernte Stadt Toronto in Kanada begab, war meine Gefühlswelt anfangs sehr durchwachsen. Der Gedanke an ein leeres Nest – ohne sie – machte mich als Mama wehmütig. Das erste Kind, mein Mädchen. Vor kurzem hat sie noch ordentlich Schwung in die Bude gebracht. Und jetzt? Gleichzeitig verspüre ich auch eine belebende Aufbruchsstimmung. Endlich habe ich wieder mehr Zeit für mich, mehr Momente für die Partnerschaft und viel mehr Ordnung im Haus.

Bald kehrt sie wieder aus Toronto nach Hause zurück – mit einem Rucksack voller Lebenserfahrung und Eindrücke. Weltoffener, selbstsicherer und selbstbewusster.
Ab Herbst beginnt sie ihr Studium und wird dann für längere Zeit fort sein. Toronto ist nur der Beginn. Plötzlich kann ich nicht mehr automatisch am täglichen Leben meines Kindes teilhaben, wie es bis vor kurzem so selbstverständlich war. Loslassen lernen ist eine Challenge.


Wenn Eltern nicht loslassen können

Loslassen lernen fällt vielen Eltern nicht leicht. Doch irgendwann, bei den einen nach ein paar Wochen, den anderen nach ein paar Monaten, gewöhnt man sich an die neue Situation und kann die Vorteile, die dadurch entstehen, zu schätzen lernen. In manchen Fällen wird der Trennungsschmerz jedoch extrem und erscheint unüberwindbar, das Empty-Nest-Syndrom stellt sich ein. Nicht selten bleibt Eltern jahrelang wenig Zeit für ein Leben außerhalb der Elternrolle. Eine Tatsache, die sich oft erst jetzt bemerkbar macht. Ihr erkennt dabei, dass ihr euch lange Zeit vor allem über eure Kinder definiert habt und eure Identität und eure Lebensrollen erst wieder neu finden müsst.

Solche Eltern kompensieren den Verlust manchmal mit ständigen Anrufen und werfen mit wilden Ausreden für Besuche oder Einladungen um sich. Gebt euren Kindern den Freiraum, den sie sich wünschen. Wenn sie eine Zeit lang ohne euch auskommen möchten, tut das weh. Ihr solltet es aber akzeptieren. Das Ablösen dürft ihr nicht zu persönlich nehmen. Versucht euch eher darüber zu freuen, dass euer Kind sehr selbstständig ist.
Loslassen lernen heißt Vertrauen beweisen.


Loslassen beginnt lange vor dem Auszug der Kinder

Die Phase der Abkapselung vom Elternhaus beginnt nicht erst mit dem Auszug euer Tochter oder eures Sohnes. Sie beginnt bereits mit dem Einsetzen der Pubertät. Bestimmt habt auch ihr euch in dieser Zeit heftige Kämpfe mit eurem Teenager geliefert, habt euch entfremdet und eure Erziehung als gescheitert angesehen, weil nichts mehr von den Werten, die ihr eurem Kind von klein auf mitgegeben habt, in seinen Handlungen wiederzufinden war. Die Identitätskrise, die pubertierende Jugendliche durchlaufen, zeigt Eltern, dass es langsam an der Zeit ist das Kind loszulassen.
Loslassen heißt nicht Verlieren. Die Beziehung zu euren Kindern verändert sich einfach. Nähe und gute Ratschläge sind zeitweise einfach nicht mehr so sehr gefragt. Dennoch solltet ihr euren Kindern immer signalisieren, dass ihr offene Ohren für sie habt und ihnen immer Halt im Leben geben, wenn sie diesen brauchen. Zieht euer Kind aus, ist die Pubertät meist überwunden und die Beziehung verändert sich noch einmal.
Auch hier gilt weiterhin: Loslassen lernen und doch Dasein, wenn dein Kind dich wirklich braucht.


Neue Freiheiten gewinnen

Der Auszug des Kindes bringt einen entscheidenden Vorteil mit sich, den ihr schnell schätzen und lieben lernen werdet: neu gewonnene, bzw. wiedergewonnene Freiheiten. All die Energie, die ihr bislang in euer Kind hineingesteckt habt, könnt ihr nun umleiten und für euer eigenes Leben verwenden.

Zeit für die Beziehung: Eltern haben wieder mehr Zeit für sich und damit auch Zeit, die Beziehung zueinander wieder mehr aufflammen zu lassen. Ihr habt nun Zeit nur für euch und könnt die Zweisamkeit, die ihr vor eurem Kind erlebt habt, wieder neu entdecken. Von der Eltern- zur Partnerschaftsrolle oder zur Ich-Rolle.

Zeit für Neues: Keine Tochter oder keinen Sohn mehr versorgen müssen, heißt auch mehr Zeit für Hobbys oder für etwas total Neues. Besonders Eltern, denen das loslassen lernen schwer fällt, kann es sehr helfen sich ein neues Hobby zu suchen. Etwas „gemeinsames Drittes“ oder einem langersehnten Wunsch nachgehen. Für uns beginnt damit auch ein neuer Lebensabschnitt, den wir selbst gestalten dürfen. Jetzt ist die beste Zeit für Möglichkeiten und Chancen nutzen. Einerseits eine gute Ablenkung, andererseits Fokussierung auf neue Projekte.

Mehr Freiraum: Ab jetzt gibt es keine nervigen Diskussionen mehr um die Badezimmerzeiten, keine Sorge vor dem hereinplatzenden Teenager beim Sex, keine ständigen Ermahnungen zum Aufräumen und kein Kümmern um Arzttermine mehr. Freiraum ohne Ende.


Sie stehen gut im Leben

Auch wenn das Empty-Nest-Syndrom zunächst schmerzhaft ist, ihr werdet euch an den Alltag ohne Kind gewöhnen und euer Leben auch auf diese neue Weise lieben lernen. Manchmal vermisst man die herausfordenden Zeiten, die in den vier Wänden über viele Jahre gelebt und durchlebt wurden. Denn auf einmal wird es ruhiger. Und auch dieses Gefühl von Trauer dürfen wir für einen Moment zulassen. Mit einem hoffnungsvollen und positiven Blick in die Zukunft: Auf das was noch noch so kommt. Wenn die Kinder ihren eigenen Platz im Leben noch nicht gefunden haben, können auch die Eltern sich nicht weiterentwickeln. Ablösen müssen sich beide – auf ihre eigene Weise.
Inzwischen meldet sich meine Tochter regelmässig. Sie hat total viel Spaß und es geht ihr sehr gut. Das beruhigt mich. Und ich spüre und vertraue darauf: Sie steht gut im Leben.


Gut zu wissen

Im 1:1 Setting: Eine Familienaufstellung, eine Beratung, ein Coaching oder deine Lebensrollen neu zu definieren – können dich dabei unterstützen, diesen Lebensabschnitt als Schönes und Wunderbares zu gestalten. Darüber zu reden, etwas anzugehen bewahrt dich vor Lebenskrisen, negativen Gefühlen, Ängsten und Unzufriedenheit.

Reden wir darüber.
Melde dich jederzeit gerne für ein offenes und vertrautes Gespräch. Termine nach Vereinbarung. Hier gehts zu meinem Kontakt.
Ich freu mich dich kennenzulernen.
Deine Nicole

 

Von N. Burtscher, L. Purrio

Verletzlichkeit schafft Veränderung

Eine Tabelle mit einer Spalte für „Arbeit“ und mit einer Spalte für „Privat“

Foto: Neue Narrative


Sei doch mal schwach. Verletzlichkeit bringt dich weiter.

Wer Gefühl zeigt, macht sich verletzlich. Verletzlich sein heißt, Schwächen zu haben, unsicher zu sein und den Panzer abzulegen, der in der Arbeitswelt leider häufig noch nötig ist, um weiterzukommen. Doch ganz ehrlich: Work hard, play hard war gestern. Gefühle und Unsicherheiten gehören zu uns und zur Arbeit. Organisationen sollten für diese Menschlichkeit viel mehr Raum geben und Verantwortung zeigen.

Denn wenn wir nicht erzählen, wie es uns geht, wenn wir nicht auf unsere Gefühle achten und rechtzeitig „Stopp“ sagen, wenn wir erkennen dass wir keine Maschinen sind, sondern auch emotionale, körperliche und mentale Grenzen haben, dann sind wir nie und nimmer authentisch.
Emotionen und Erfahrungen lassen sich nicht in privat und beruflich aufteilen. Unsere Innenwelt nehmen wir überall hin mit und es nützt nichts, sie zu ignorieren und zu unterdrücken. Wir brauchen eine Kultur der Verletzlichkeit.


Steh zu deinen Schwächen. Für mehr Mut am Arbeitsplatz.

Verletzlichkeit ist in unserer Gesellschaft nicht gerade hoch angesehen und es erfordert viel Mut, sie zu zeigen.
In der Arbeitswelt lernen wir, dass wir nicht kompliziert sein sollen, dass wir nur dann gute MitarbeiterInnen sind, wenn wir Aufgaben schnell, flexibel und ohne zu Jammern erledigen. Überfordert uns etwas, sollten wir durchhalten, obwohl wir manchmal innerlich versagen oder daran scheitern. Im Job wird man oft über die Leistung definiert und bekommt dadurch, mehr oder weniger, die Anerkennung und Wertschätzung, die wir uns so oft wünschen.

Unserem Körper und unserer Psyche ist nicht geholfen, wenn wir ihre Grenzen ignorieren.
Studien zeigen, dass das Miteinander in Beziehungen durch offene Kommunikation vertrauter und verlässlicher wird. Es wird ein Gefühl von psychologischer Sicherheit vermittelt, das helfen kann, Unsicherheiten und Probleme anzusprechen – offen und authentisch sein zu dürfen und sich als Mensch zu zeigen.

Sprechen wir im Team oder in Dialogen offen über Konflikte und Verletzungen, können wir Systeme von Mobbing, Ausgrenzung oder Überforderungen erkennen und benennen. Und nur wenn das gelingt, kann sich auch etwas verändern. Nur dann, wenn wir etwas von uns zeigen, können andere uns besser verstehen und mitfühlen.


Hör auf deine Emotionen. Sie sind ein Sprachrohr für unerfüllte Bedürfnisse und Wünsche.

Verletzlichkeit schafft Veränderung.
Emotionen zu zeigen und zu benennen („Name it to tame it“ von Daniel Siegel), bedeutet für sich und seine Gefühle einzustehen und andere dazu aufzufordern hin- statt wegzusehen. Erst durch unsere Gefühle werden Bedürfnisse sichtbar, spürbar und erkennbar. Sie sind somit wie ein Sprachrohr unserer Bedürfnisse und Wünsche: Wie geht’s mir wirklich? Welches Bedürfnis kommt grad zu kurz? Was muss ich tun, damit mein Bedürfnis genährt wird?
Fazit: Es ist sogar total wichtig auf unsere Gefühle zu hören. Nur so schaffst du Veränderung in eine positive Richtung.


Eine Anleitung für mehr Verletzlichkeit.
Klarheit schaffen: Worin besteht die Spannung?

Häufig geht es uns schlecht, aber wir können nicht ganz konkret benennen, was eigentlich los ist. Wir schleppen uns zur Arbeit und fühlen einen Widerwillen. Liegt es daran, dass bestimmte KollegInnen nie „Guten Morgen“ sagen? Fühlen wir uns nicht genug beachtet? Sind wir überlastet? Oder gibt es noch einen anderen Grund? Der erste Schritt in Richtung Veränderung ist die konkrete Erkenntnis, was eigentlich los ist.
Um Verletzlichkeit zu üben, kannst du dir im Vorfeld überlegen was du auch auf der Arbeit teilen möchtest und was nicht.

Denk dran: Du musst nicht alles preisgeben. Nur das was für dich stimmig ist.

So kann z.B. die Information einer belastenden Trennung wichtig sein, um transparent zu machen, warum du schlecht gelaunt oder traurig erscheinst. Dies schreibst du in das Feld „Arbeit“. Die genauen Umstände – z.B. dass du verlassen wurdest, weil die andere Person sich neu verliebt hat, möchtest du vielleicht lieber für dich behalten und schreibst dies dann in das Feld „Privat“.

Ein kleine Hilfe für dich: Für diese Übung zeichnest du deinen Arbeitsraum und deinen Privatraum (siehe Skizze). In diese beiden Räume schreibst du nun, was du für dich behalten möchtest und wovon du im Job erzählen willst. So bekommst du für dich auch viel mehr Klarheit in deinem Rollenverständnis.


Achtsam kommunizieren: Ich Botschaften

Ist dieser Schritt abgeschlossen, wissen wir nicht nur, was uns eigentlich stört, sondern auch, was davon in die Arbeit gehört und was nicht. Nun kommt der schwierigste Teil, der den meisten Mut erfordert. Wir müssen mit anderen reden. Wir wollen eine Veränderung und deshalb bei der Arbeit ins Gespräch kommen. Das fällt vielen Menschen besonders schwer, da es in unserer Gesellschaft an geeigneten Strategien und Räumen für Konflikte und offene Kommunikation mangelt.

Doch auch hier können wir uns ganz konkret vorbereiten und Schritt für Schritt erlernen, wie eine bessere Kommunikation gelingt.

Du wirst merken, dass Menschen offener für Gespräche sind, wenn wir nicht angreifend sagen: „Du bist unfreundlich“, sondern: „Ich nehme dein Verhalten morgens im Büro oft als ablehnend wahr.“ So prangerst du nicht den kompletten Charakter der oder des anderen an, sondern beziehst dich auf deine eigene Wahrnehmung sowie auf einzelne Handlungen oder Verhaltensweisen.

Anschließend kannst du noch einen konstruktiven Wunsch formulieren. Zum Beispiel: „Ich wünsche mir, dass wir freundlich und wertschätzend miteinander umgehen und uns morgens kurz begrüßen.“

Es ist nicht leicht, sich ernsthaft mit sich selbst und anderen auseinanderzusetzen, doch es ist die Mühe wert. Nur so können wir die Beziehung zu uns selbst und zu anderen stärken. Nicht nur im Privaten, sondern auch bei der Arbeit.
Denn: Organisationen werden durch authentische Menschen gestaltet und lebendig.


Die Rolle der Organisation.

Verletzlichkeit kann am Arbeitsplatz nur ihren Ort finden, wenn die Strukturen der Organisation es hergeben.
Für Veränderungen braucht es nicht nur die Kraft Einzelner, sondern strukturelle Gegebenheiten und die Unterstützung seitens der Arbeitgeber. MitarbeiterInnen und Teams müssen die Freiheit haben, ihren Arbeitsplatz mitgestalten zu können und sollten signalisiert bekommen, dass ihre Stimmen gehört werden. Es braucht sichere Orte für vertrauensvolle Gespräche. Supervisionen, Coachings und Teamtage, die den kollegialen Zusammenhalt fördern können, sollten finanziell ermöglicht werden.
Unternehmen tragen die Verantwortung, gute Arbeitsplätze zu schaffen, die auch für die psychische Gesundheit und das mentale Wohlbefinden der Menschen in der Organisation ein unterstützendes Umfeld ermöglichen.


Mein Tipp. Hol dir deine Must-have-Tools.

Diese Fähigkeiten von einer wertschätzenden Kommunikation oder du selbst in deinem Rollenverständnis, entwickelst du in einem Einzelcoaching oder einem Impulsvortrag oder Workshop bei mir in meinem Beratungsraum in Bludenz.
Das Erlernte anzuwenden macht Spaß und hat einen angenehmen Nebeneffekt, es steigert enorm die Vitalität. Persönlichkeitsentwicklung im weiteren Sinn ist das Resultat.

Termine nach Vereinbarung.

Ich freu mich.
Deine Nicole

 

Quelle: Neue Narrative, Nicole Burtscher

Fremdgesteuert

Foto von Deepak Bhandari: https://www.pexels.com/de-de/foto/meer-mann-nebel-sitzung-12825988/


Du musst Erfolg haben. Du musst stark sein.

Botschaften wie diese werden oft in Familien weitergegeben und können zu einer unbewussten Handlungsanweisung werden, die unser ganzes Leben blockieren. Kommt ein Kind auf die Welt, haben die Eltern oft konkrete Vorstellungen davon, was sie sich für das Kind wünschen. Oft ist es das, was sie selbst früher glücklich machte. Doch umso größer die Erwartungen an ein Kind sind, umso schwerer und schmerzlicher ist es, sich den elterlichen Aufträgen zu widersetzen.
Zum Problem werden elterliche Wünsche und Erwartungen jedoch, wenn sie eine Überforderung darstellen für die Bedürfnisse oder Fähigkeiten des Kindes. Dann ist es Zeit für die Eltern, sich von ihren Wünschen zu verabschieden und ihr Kind so zu sehen, wie es ist: Einzigartig, individuell und ganz anders als sie.


Nicht immer gelingt das jedoch.

In vielen Familien sind elterliche Aufträge, Erwartungen oder Botschaften so lebendig und wirkungsvoll, dass sie bewusst oder auch unbewusst das Leben der Kinder bestimmen. Manchmal verfolgen Menschen dann bis ins Erwachsenenalter Ziele oder Pläne, die ihnen fremd erscheinen oder sogar schaden. Sie studieren Fächer, die sie nicht interessieren, arbeiten in Berufen, die ihnen wenig geben oder führen Beziehungen, die immer wieder mit Konflikten behaftet sind. Der Hintergrund dieser Fehlentscheidungen sind sehr häufig elterliche Aufträge oder Botschaften, die so in die eigene Identität eingeflossen sind, dass sie als solche nicht mehr erkannt und bewusst wahrgenommen werden.


Über Generationen hinaus.

Noch schwieriger wird es, wenn neben den Wünschen der Eltern oder familiären Leitmotiven weitaus ungeklärte emotionale Aufträge das Leben der Kinder prägen. Die ungelösten Lebensthemen der Eltern oder Großeltern können das Leben der Kinder beeinflussen , ohne dass diese in der Lage sind, den Zusammenhang zur Geschichte in der Familie zu erspüren.  Alles, was in einer Generationen nicht verarbeitet werden kann, hat Auswirkungen auf die Folgegenerationen. Dies kann auch einen sehr großen negativen Einfluss auf unsere heutige Partnerschaft und Kernfamilie haben.


Familienmuster.

Familienmuster können daher, wenn sie nicht reflektiert oder bearbeitet werden, mächtige – meist unbewusste – Auswirkungen auf deinen Lebensalltag haben.
Lebensentscheidungen wie Berufswahl, Partnerschaft oder Wohnort können davon geprägt sein. Ein latentes Unglücklichsein sowie Unzufriedenheit oder negative Stimmungsschwankungen sind dann meist die Folgen.


Wie komme ich aus diesem Muster raus?

Die Kindrolle zu erkennen und dann zu verlassen ist meist schwerer als gedacht. Oft erfolgt die Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte erst dann, wenn wir selbst Kinder bekommen und uns sorgen, dass sich unsere früheren Erfahrungen auf unsere eigenen Kinder übertragen.

In einem Coaching kann man die eigenen verletzten Anteile, enttäuschten Wünsche oder Sehnsüchte zunächst gemeinsam, in einem vetrauten Gespräch anschauen und besprechen.
Wichtig dabei ist auch, zu erkennen, welche familiären Werte ich weiterhin übernehmen möchte. Wie will ich die Beziehung zu meiner jetzigen Familie gestalten? Soll ich mich beruflich verändern oder passt das noch so für mich? Möchte ich auch meine Rollen als Mutter, als Vater, als Frau oder Mann noch so weiterleben oder müsste ich sie für mich umgestalten und neu anpassen?
Der nächste Schritt ist, einen inneren Frieden zu schließen und Versöhnung auszusprechen, mit dem eigenen Lebensweg und zu den Eltern, und sich dadurch die Erlaubnis zu geben, das es okay ist, neue Richtungen, Wege und Glaubenssätze einzuschlagen.


Familiensystem.

Das Familiensystem ist für den Menschen besonders bedeutsam. Jeder Mensch bildet zusammen mit seinen Eltern und Geschwistern die Schicksalsgemeinschaft der Familie. Als Familienmitglied gehört er jedoch auch zu einer Sippschaft, in der sich beide Sippen der Eltern zu einem größeren System von Menschen verbinden, die der betreffende Mensch vielleicht nicht alle kennt und die trotzdem bedeutend für ihn sind. Aus systemischer Sicht ist eine Lösung nur dann gut, wenn sie auch für alle gut ist oder zumindest anderen Personen nicht schadet.


Familienaufstellung: Die Lösung liegt in jedem selbst. Ein Perspektivenwechsel wirkt.

Jede Person lebt täglich in Systemen – beruflich oder privat – auch in ihrem eigenen Selbst-System. Zur Systemaufstellung zählt auch die Familienaufstellung. In einer Systemaufstellung, das mit mir zusammen in einem Einzelsetting stattfindet, werden Dynamiken in Familien und der oder dein Platz in der Familie (Kernfamilie oder Herkunftsfamilie) bewusst gemacht. Durch die objektive und subjektive Sichtweisen-Veränderung kommt man rascher zu einer Lösungsfindung.

Mir ist es ein Anliegen, dass der gesamte Aufstellungsprozess wertschätzend, versöhnend, verzeihend, respektvoll und ohne Abwertungen stattfindet. Im Coaching-Setting arbeite ich einerseits mit systemzirkulären Fragetechniken. Dies regt meine Kunden zu Bewusstseinsprozessen an. Andererseits können sogenannte Lösungssätze, die als Intervention eingebracht werden, befreiend und nachhaltig für das System wirken.


Gut zu wissen.

Falls du Interesse an einer Familienaufstellung oder einem Coaching im Einzelsetting hast, dann melde dich gerne für einen Termin nach Vereinbarung per Telefon oder E-mail. Hier kommst du direkt zu meinem Kontakt.

Ich freu mich auf dich.
Deine Nicole

 

Quelle: Psychologie heute, Nicole Burtscher

Die Kunst des Neinsagens

Foto von Karolina Grabowska: https://www.pexels.com/de-de/foto/kunst-muster-kreis-entwurf-4219614/


„Erkenne zuerst deine inneren Muster und verändere sie, damit du die Fähigkeit zum Neinsagen verstehst.“ -Nicole Burtscher


Egal ob in der Beziehung, Familie, im Job oder bei Freunden: Nein sagen ist für viele von uns eine große Herausforderung. Hilfsbereitschaft ist einfach eine bewundernswerte Eigenschaft – solange die eigenen Bedürfnisse nicht auf der Strecke bleiben. Doch oft quälen uns Schuldgefühle, Ohnmachtsgefühle oder das schlechte Gewissen, wenn wir eine Bitte ablehnen.
Aus Angst, andere zu verletzen oder weil es einfach einfacher ist, sagen wir dann doch schnell „Ja“. Doch wie schaffe ich es, mehr für mich einzustehen?


Warum ist es so schwierig Nein zu sagen?

Unser Denken, Fühlen und Verhalten wird zu über 95 % aus dem Unterbewusstsein heraus gesteuert. Darin verankert sind Programme, die automatisch ablaufen und auf bisherigen Erfahrungen basieren. Durch diese Erfahrungen haben sich innere Überzeugungen, sogenannte Glaubenssätze und innere Muster gebildet.

Sie sorgen wie eine Art Leitsystem dafür, dass du gut durchs Leben kommst. Sie bleiben so lange gültig, bis du sie hinterfragst – auch wenn sie vielleicht aus einer Zeit stammen, in der du die Welt durch Kinderaugen gesehen und empfunden hast. 

Mein Tipp. Schärfe daher dein Bewusstsein! Dadurch gelingt es dir, Glaubenssätze und innere Muster aufzudecken und zu verändern, damit sie dich künftig automatisch so handeln lassen, wie du es dir wünschst. Ein Coaching oder eine Systemaufstellung kann dich dabei wirkungsvoll unterstützen.


5 typische Erfahrungen, die dazu führen können, dass du nicht Nein sagen kannst.

Es sind oft sehr ähnliche Erfahrungsmuster, die dahinterstecken, wenn man sich schwer damit tut, gesunde Grenzen zu setzen. Im Folgenden möchte ich dir die Fünf vorstellen, die mir besonders oft in meinem Coachingalltag begegnen:


1. Du fühlst dich verantwortlich

Manchmal mussten wir schon früh Verantwortung übernehmen. Beispielsweise, weil es engen Bezugspersonen nicht gut ging oder weil sie im Alltag überfordert waren und Unterstützung brauchten. Das kann ganz unterschiedliche Gründe haben: Sie waren krank, hatten viele Verpflichtungen oder waren in anderer Form eingeschränkt.

Als Kind sind Bezugspersonen wie Mama, Papa, Oma, Opa oder andere für uns lebenswichtig. Also tun wir alles, damit es ihnen gut geht – und wir ihre Liebe und Anerkennung bekommen. Oft übernehmen Kinder somit früh Verantwortung und lernen: Wenn ich anderen helfe, dann bekomme ich Liebe, Aufmerksamkeit und Anerkennung.

Es entsteht das klassische Retter- oder Helfer-Syndrom. Denn Verbundenheit ist eines der grundlegenden Bedürfnisse eines jeden Menschen. Dieses Muster kann auch in späteren Jahren noch entstehen, wenn du in engen Beziehungen ähnliches erlebst.

 Typische Glaubenssätze, die dadurch entstehen

  • Ich muss alle zufrieden stellen.
  • Ich bin verantwortlich für das Wohlergehen anderer Menschen.
  • Erst wenn es anderen gut geht, geht es mir gut.

2. Du kennst es nicht anders

In der Kind- und Jugendzeit sind wir nicht nur sehr aufnahmefähig für die Überzeugungen der Menschen, mit denen wir uns umgeben. Auch lernen wir ganz viel durch Nachahmen. Hast du die Erfahrung gemacht, dass deine Mutter, deine Oma oder auch dein Vater immer für alle anderen da sind und ihre eigenen Bedürfnisse zurückstellen? Dann ist das auch deine Wahrheit, wie die Welt funktioniert. Wieso sollte es bei dir anders sein?

Insbesondere das Verhalten der Menschen, die du bewunderst und liebst, ahmst du automatisch nach einer Weile nach und merkst es gar nicht.

Typische Glaubenssätze, die sich bilden

  • Es ist unhöflich eine Bitte abzulehnen.
  • Frauen/Mamas sind bescheiden und stellen das Wohl anderer an erste Stelle.
  • Wer Nein sagt ist egoistisch.

3. Du hast Angst nicht akzeptiert zu werden

„Sei nicht so laut!“, „Sei lieb!“, „Das macht man nicht!“ –All diese Aussagen sind Klassiker, die nahezu jedes Kind oft hört. Das Resultat: Es lernt, dass es (von den Bezugspersonen) nur akzeptiert wird, wenn es sich anpasst. Dazu gehört oft auch, nett und brav zu sein und nichts zu sagen, wenn etwas stört oder eine Grenze überschritten wurde.

Wenn du dich hier wiedererkennst, könnte es sein, dass in dir abgespeichert ist, dass deine Meinung oder dein Wohlbefinden nicht so wichtig ist wie das der anderen. Kein Wunder, dass es dir schwerfällt, Nein zu sagen, denn die Angst vor Ablehnung sitzt tief.

Typische Glaubenssätze, die daraus resultieren

  • Ich bin nicht gut, so wie ich bin.
  • Nur wenn ich mich anpasse, werde ich akzeptiert.
  • Meine Bedürfnisse sind nicht wichtig.

4. Du hast Angst etwas zu verpassen

Ein Thema, das dir vielleicht auch schon bewusst ist: Die Angst, etwas zu verpassen – oft bekannt unter dem Namen „FOMO“ (Fear of missing out).
Gerade in der Jugendzeit ist die Angst, „nicht dazuzugehören“, immens. Klar, dass Absagen schwerfällt. Aber auch später, im Job oder im Alltag, kann genau dieses Gefühl getriggert werden.

Typische Glaubenssätze, die damit einhergehen

  • Wenn ich absage, gehöre ich nicht mehr dazu.
  • Wenn ich Nein sage, enttäusche ich andere.
  • Ich darf nichts verpassen.

5. Du brauchst die Bestätigung anderer um dich gut zu fühlen

Wer immer für andere da ist und nicht Nein sagt, gilt oft als hilfsbereit, wird aber auch schnell ausgenutzt. Diejenigen, die deine Hilfe immer wieder in Anspruch nehmen, sind natürlich dankbar, loben dich und freuen sich. Das kann fast schon abhängig machen – gerade für Menschen, die wenig Selbstvertrauen haben und die Bestätigung anderer brauchen, um sich gut und wertvoll zu fühlen. Ein Muster, das sich oft lange unterbewusst abspielt, bis es aufgedeckt wird.

Typische Glaubenssätze, die dahinterstecken

  • Ich bin nur wertvoll, wenn ich etwas leiste.
  • Ich brauche viel Bestätigung und Anerkennung.
  • Ich fühle mich nur gut, wenn ich gebraucht werde.

Mein Tipp. Das Erkennen von Verhaltensmustern und den zugehörigen Glaubenssätzen ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, Nein sagen zu lernen. Denn ist dir bewusst, woher deine Schwierigkeit kommt, kannst du dein Verhalten hinterfragen und überdenken. Auch kannst du dir dann selbst endlich die Erlaubnis geben, dass es ok ist, Nein zu sagen. Auch hier kann dich ein Coaching oder eine Systemaufstellung total wirkungsvoll unterstützen!


Mein Tipp. Bleibe authentisch, empathisch und vor allem klar in deiner Aussage. Wie du höflich Nein sagen lernst, ohne das Gegenüber zu enttäuschen? Dazu habe ich viele hilfreiche Tipps aus der Wertschätzenden Kommunikation nach dem Modell der Gewaltfreien Kommunikation, GfK M. Rosenberg für dich.


Kurz vor dem Burnout weil Grenzen fehlen.

Nicht Nein sagen können und die damit verbundenen Muster sind eine der häufigsten Ursachen für Stress und Überlastung. Eine „gesunde Abgrenzung“ schützt somit nicht nur davor, ausgenutzt zu werden, sondern auch davor, dass durch viele Verpflichtungen, hohe Arbeitslast und „alte“ Ängste psychische und körperliche Beschwerden auftreten.


Ein Nein bedeutet ein Ja zu sich selbst.

Auch wenn es schon etwas abgedroschen klingt: Ein Nein ist ein Ja zu sich selbst. Denn in der Regel geht es darum, dass andere Menschen unsere Aufmerksamkeit, Energie und Zeit in Anspruch nehmen. Die eigene Selbstfürsorge wird vernachlässigt und als weniger wichtig eingestuft. Über die Zeit stellen sich nicht nur Unzufriedenheit, sondern auch körperliche oder psychische Beschwerden ein. Die eigene Selbstachtung und das Selbstbewusstsein leiden. Wenn du lernst, souveräner für dich einzustehen, wirst du dich automatisch mit der Zeit stärker und auch freier fühlen.


Grenzen bieten Orientierung.

Es ist auch Erleichterung für Beziehungen, egal in welchem Kontext, wenn du ganz klar Nein sagst. Denn Grenzen dienen der Orientierung. Solange dein Gegenüber nicht weiß, wann es für dich zu viel ist oder wenn du andere Bedürfnisse hast, hat sie gar nicht die Chance, das künftig besser zu berücksichtigen. 

Im Gegenteil: Meistens spüren Menschen, wenn jemand etwas tut, was er oder sie gar nicht möchte. Das kann Beziehungen auf die Dauer belasten und auch dazu führen, dass du weniger ernst genommen wirst. Kein Wunder: Denn du nimmst deine Bedürfnisse ja selbst nicht ernst – wieso sollten es dann die anderen tun? Damit möchte ich dich nur sanft darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, gut für sich selbst einzustehen.


Starte bei dir. Ein Blick von außen wirkt.

Wir alle sehnen uns nach Ruhe und Zufriedenheit, nach verstanden werden – ohne sich bewertet zu fühlen, nach Weiterentwicklung und vor allem danach, uns wieder mental und körperlich mit voller Energie zu spüren. -Nicole Burtscher

Mein Tipp. Entwickle auch du dich weiter und finde deine persönlichen Lebensziele, die du Schritt für Schritt anpeilen möchtest.
Ein Mentalcoaching oder psychosoziale Beratung sowie eine Supervision oder eine Systemaufstellung kann dich dabei wirkungsvoll und nachhaltig unterstützen.

Ich freu mich dich kennenzulernen.
Deine Nicole

 

Quelle: Nicole Burtscher, Katja Smigerski

Anti Stress Hug

Fotocredit: unsplash


Wir brauchen Umarmungen zum Überleben.

„Wir brauchen vier Umarmungen pro Tag zum Überleben, acht Umarmungen um uns gut zu fühlen und zwölf Umarmungen zum persönlichen Wachstum.“ -Virginia Satir, Psychotherpeutin und Familientherapeutin

Die Sätze von Virginia Satir sprechen von Veränderung, Zuneigung und Beziehungen. Sie sind ein Geschenk voller Liebe und Wärme für jeden, der über die Bedeutung der Verbindung zu sich selbst und anderen nachdenken möchte.


Lass dich mal knuddeln. 

Der Mensch braucht Berührungen, um langfristig gesund und glücklich zu sein.
Während der pandemiebedingten Einschränkungen wurde es besonders deutlich: Wir Menschen brauchen Berührungen von anderen, ohne dem geht es nicht. Wie oft und wie intensiv wir gern umarmt werden, ist natürlich sehr individuell – es gibt Menschen, die fühlen sich mit zu viel Nähe schnell unwohl, andere sind generell sehr touchy und brauchen daher besonders viel Körperlichkeit. Aber egal, wo auf diesem Spektrum wir uns persönlich einordnen. Ein Mindestmaß an Berührungen braucht jeder Mensch.


Das Kuschelhormon Oxytocin.

Die positiven Wirkungen und damit die Notwendigkeit von Umarmungen liegt vor allem an dem Botenstoff Oxytocin. Er wird auch Kuschel- oder Bindungshormon genannt und sorgt bei Berührungen dafür, dass in der Nebennierenrinde weniger des Stresshormons Cortisol ausgeschüttet wird.
So kann Kuscheln uns beruhigen und die Muskulatur entspannen, wir fühlen uns ausgeglichener und wohler. Aber auch das Immunsystem wird stärker, wenn wir uns regelmäßig umarmen (lassen). Denn Stress kann unsere Abwehrkräfte schwächen.

Der Grund für das Bedürfnis nach menschlicher Nähe liegt in der Evolutionsbiologie.
Schon als Baby und Kleinkind brauchen wir Berührungsreize, um uns gut entwickeln zu können. Körperkontakt ist in den ersten Lebensjahren überlebenswichtig. Dieses Bedürfnis nach Berührungen bleibt tief in uns verankert, auch als Erwachsene.


Der Anti Stress Hug.

Es reichen schon zwanzig Sekunden Nähe.
Studien zeigen, dass sowohl fremde, als auch eigene Umarmungen den eigenen Stress reduzieren können.
Meistens reicht es aber auch schon, einfach nur die Nähe eines geliebten Menschen zu genießen. Aber was, wenn gerade niemand für eine Umarmung zur Verfügung steht? Unseren Oxytocin-Spiegel können wir zum Beispiel auch erhöhen, indem wir langsam und genussvoll essen. Oder uns einfach mal selbst umarmen.


Positive Vibes.

Natürlich tut es uns gut, uns wohl zu fühlen und Nähe einer uns nahestehenden Person zu ergattern. Doch gerade dann, wenn es um die Gesundheit geht, sind Umarmungen sogar mehr als nur der Wohlfühlfaktor.

Wir stärken damit ja nicht nur unsere Beziehung, sondern auch unsere eigene Gesundheit. Neben den schon genannten Effekten von Umarmungen auf unser Immunsystem und unser Wohlbefinden kann regelmäßiges Kuscheln laut einer Studie auch unseren Blutdruck und die Herzfrequenz senken. Umarmungen sind also gut fürs Herz – im doppelten Wortsinn.

Mein Tipp: Wer öfters umarmt, fühlt sich gesünder und sorgt auch dafür, dass andere sich gesünder – und auch gehört, gesehen und geliebt – fühlen.


Also, wie du siehst: Umarmungen tun uns gut.

Und das ist längst kein Geheimnis mehr. Regelmäßige Umarmungen steigern unser mentales, psychisches und körperliches Wohlbefinden.
Sei mutig, sei mehr touchy als sonst und lass dich mal so richtig knuddeln.

Viel Erfolg dabei wünscht dir
Deine Nicole
Umsetzerin, Mutmacherin und Unternehmerin


Quelle: M. Blankenfeld, L. Zimmermann, N. Burtscher

Kommunikation, Körperhaltung und Zuhören.


Von der Wolfssprache zur Giraffensprache.

Kultiviere eine wertschätzende Kommunikation im Alltag.
Kommunikation findet immer statt. Wir können nicht nicht kommunizieren, wie Paul Watzlawik sagte. Kommunikation ist immer, ob in der Familie, in der Partnerschaft, im Job, im Team, mit Freunden oder in deiner Freizeit. Ein wertschätzender Ausdruck hilft Alltagsangelegenheiten zu meistern. Wer sich klar ausdrückt, kommt schneller zum Ziel.


Unser ganzer Körper spricht.

Eine ganz wesentliche Komponente im Gesamtsystem, ist nicht nur die innere Haltung sondern auch die Äußere, also deine #Körpersprache. Hier läuft sehr viel unterbewusst ab. Wir drücken unsere Gedanken über den Körper aus. Menschen mit aufrechter Haltung und einer guten Körperspannung wirken stabiler, offener und zufrieden. Sie werden beachtet, man wird auf sie aufmerksam.


Ein achtsames Gespräch. Aktives Zuhören wirkt.

Du nimmst Anteil am Gesagten, du sprichst aus deinen Impulsen heraus. Deine Gestik und Mimik sind ganz natürlich, dein ganzer Körper spricht. Ein authentisches und empathisches Gespräch überzeugt viel mehr. Menschen möchten Menschen sehen, hören und verstehen. Das wirkt anziehend und sympathisch. Lebendigkeit und Authentizität punkten. Aus dem Moment heraus sprechen und agieren, Atmosphären schaffen, Bedürfnisse aussprechen, emotional beteiligt sein in jedem Augenblick, das Gegenüber einbeziehen und teilnehmen lassen sind die Erfolgsrezepte einer wertschätzenden Kommunikation.


Mein Tipp. Hol dir deine Must-have-Tools.

Diese Fähigkeiten entwickelst du in einem Einzelcoaching bei mir in meinem Beratungsraum in Bludenz.
Das Erlernte anzuwenden macht Spaß und hat einen angenehmen Nebeneffekt, es steigert enorm die Vitalität. Persönlichkeitsentwicklung im weiteren Sinn ist das Resultat.

Termine nach Vereinbarung.

Ich freu mich von dir zu hören.
Deine Nicole
Umsetzerin, Mutmacherin & Unternehmerin

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